„Erfrischend, bunt und himmlisch gut.“

Kirchspiel Zoppoten




Zoppoten und die Martinskirche Das erste befestigte Bauwerk auf dem jetzigen Kirchenhügel war eine um 1200 erbaute Kapelle im romanischen Stil. Um 1250 erfolgte durch den Deutschen Ritterorden die Erweiterung der kleinen Kapelle um das Langhaus. Ein weiterer Kirchenumbau wird um 1460 unter dem damaligen Pfarrer Otto von Kospoth erwähnt. Nach einem Brand um 1650 wurde die Kirche abermals erneuert und erhielt neue Glocken.

Ein umfangreicher Umbau wurde 1790/91 durchgeführt. Bei diesem Umbau wurden die bis 1910 genutzten zwei Emporen im Kirchenschiff und die Fürstenloge eingebaut. Außerdem erhielt die Kirche ihren ersten Turm. Beim Umbau 1910 wurde das Gotteshaus im Inneren vollständig verändert. Eine neue Orgel von Orgelbaumeister Poppe aus Schleiz wurde geweiht und eine im wahrsten Sinne des Wortes spürbare Veränderung für die Kirchgemeinde erfolgte durch den Einbau einer Dampfheizungsanlage, für die Zeit um 1910 eine seltene Ausstattung einer Kirche. 

1964 erfolgte eine malermäßige Überarbeitung der Kirche im damaligen modernen Stil von Malermeister Treuhard Grimm aus Zoppoten.

 Ab 2003 wurden umfangreiche Renovierungs- und Restaurationsarbeiten in der Kirche durchgeführt. Die Elektrik wurde von Elektromeister Erich Kuhn aus Pöritzsch komplett erneuert, das Altarfenster wurde von der Fachhochschule Erfurt restauriert und mit einer Schutzverglasung versehen. Die Restaurierungswerkstatt Müller aus Plauen widmete sich sämtlichen malermäßigen Aufgaben mit großer Sorgfalt.

2006 erhielt die Fürstenloge von Beate Demold aus Sömmerda eine aufwändige Restauration. Nach vorangegangenen Farbuntersuchungen und der erfolgten Herstellung des Originalzustandes der Herrscherloge aus dem 17. Jahrhundert überraschte diese Veränderung mit ihrem Prunk.