„Erfrischend, bunt und himmlisch gut.“

Kirchspiel Zoppoten


Der Wiener Künstler Gustav Klimt erhielt einmal von der Baronin Sonja von Knips den Auftrag, ein Porträt von ihr zu erstellen. Der Künstler stimmte zu, allerdings wollte er nicht nur eine Momentaufnahme von seiner Kundin zeichnen. Er wollte an ihrem Leben teilnehmen, um die Baronin so zu malen, wie sie tief in ihrem Innern ist. Äußerlich gesehen war sie keine Schönheit. Sie war von einem harten Lebe gezeichnet und litt unter Depressionen. Der Künstler malte nun ein Porträt von ihr. Es sah ihr allerdings überhaupt nicht ähnlich. Auf dem Bild sah man nämlich eine wunderschöne Frau. Eine Frau mit einer kraftvollen Ausstrahlung. Die Baronin hängte sich das Porträt – wohl leicht geschmeichelt – trotzdem ins Wohnzimmer. Und nun geschieht das Unglaubliche. Als ein paar Jahre später der Künstler die Baronin besuchen wollte, erschrak er. Die Baronin hatte sich in eine wunderschöne Frau verwandelt. Sie war der Frau, die er vor ein paar Jahren gemalt hatte, wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Baronin hat sich unbewusst durch das ständige Betrachten des Bildes immer mehr in diese schöne Frau verwandelt. Der Künstler malte einen Entwurf von ihr – und sie wurde diesem Entwurf immer ähnlicher. So ähnlich, dass ihre Verwandlung wie ein Wunder erschien. Gott hat auch einen Entwurf von uns. Er schreibt uns diesen Entwurf in unser Herz. Und unsere Augen beginnen zu leuchten. Wie die Augen eines Kindes, die mit ihrem Strahlen die Menschen erfreuen.
Im Epheserbrief ist von den leuchtenden Augen des Herzens die Rede. In unsere Sprache übersetzt könnte das bedeuten, trotz offenen und wachen Augen immer auch mit offenen Herzen auf die Welt und die Menschen zu blicken. Die Passionszeit, in der wir uns gerade befinden, ist eine gute Gelegenheit dafür.
Ein Hinweis in eigener Sache: Der Gemeindebrief wird künftig mit einer Ausgabe jährlich mehr erscheinen. Ich hoffe, Sie freuen sich darauf.

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Gibt es einen Weihnachtsmann? Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb sie an die Tageszeitung “Sun” einen Brief: "Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der “Sun” steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann? - Virginia Die Sache war dem Chefredakteur so wichtig, dass er seinen erfahrensten Kolumnisten, Francis Church, beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der “Sun”. "Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen - das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. "Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer. Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia. Dein Francis Church." Der Briefwechsel zwischen Virginia und Francis Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde jedes Jahr zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der „Sun“ abgedruckt - bis diese 1950 eingestellt wurde. Wir alle wissen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt! Und dennoch enthält die Antwort von Francis Church eine Botschaft, die mit dem Weihnachtsfest zusammenhängt. Er schreibt:„Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar.“ Wir Menschen sind optisch veranlagt. Wir wollen die Dinge sehen und mit dem Verstand begreifen. Bei den meisten Gegenständen funktioniert das auch! Und doch gibt es VIELES zwischen Himmel und Erde, das wir nicht sehen können. Zum Beispiel die LUFT: Wir sehen sie nicht und atmen sie doch jeden Augenblick ein. Oder auch die LIEBE: Wir können sie nicht anfassen wie einen Gegenstand, doch wir können sie spüren, wenn jemand sagt: „Schön, dass es dich gibt!“ Auch die WAHRHEIT können wir nicht in einen Karton stecken und auf den Tisch stellen. Doch wir merken, ob es jemand ehrlich meint. Es gibt mehr als wir sehen und nachweisen können! Genauso ist es mit der Weihnachtsbotschaft vom Kind in der Krippe: Jesu Geburt, die sich vor über 2000 Jahren ereignet hat, feiern wir jedes Jahr: Immer am Heilig Abend spielen die Kinder ein Krippenspiel. Und doch können wir es nicht mit Händen greifen, dass Jesus als erwachsener Mann Dinge gesagt und getan hat, die unser Leben heute beeinflussen und zum positiven verändern. Wir können es nicht sehen, dass Jesus unser eigenes Leben verändert, wenn wir ihm Raum in unserem Leben geben. Wir merken das daran, dass uns ein Gebet ermutigt oder ein Gottesdienst Kraft für die Woche gibt. Das entscheidende dabei ist natürlich unser Glaube! Francis Church schreibt, dass es einen Schleier gibt, der das Wesentliche des Lebens verdeckt und „Nur Glaube und Liebe können diesen Schleier lüften.“ Nur durch unseren Glauben hat die Weihnachtsbotschaft für unser Leben eine Bedeutung. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen eine frohe Advents- und Weihnachtszeit. Für das vor uns liegende Jahr möge Sie Gott mit seinem Segen begleiten und Sie auf Ihren Wegen durch die Zeit beschützen. Pastorin Stephanie Ladwig

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JESUS BRINGT FARBE IN UNSER LEBEN!

Jesus Christus bringt Farbe in unser Leben. Zum Beispiel GELB - die Farbe der Sonne. Denn Jesus hat damals durch sein Wirken die Herzen der Menschen erwärmt und ihre Gesichter strahlen lassen. Ihnen ist in seiner Gegenwart sprichwörtlich die Sonne aufgegangen.

Jesus steht für GRÜN - die Farbe der Hoffnung. Denn viele Christen konnten bisher hoffnungsvoll in die Zukunft sehen, wenn sie sich an Jesu Gedanken orientiert und in seinem Sinne gehandelt haben.

In gleicher Weise steht Jesus auch für BLAU - die Farbe der Treue. Bekannt ist uns das königsblau. Jesus wurden königliche Eigenschaften zugesprochen. Am Palmsonntag standen die Menschen am Straßenrand von Jerusalem und riefen ihm zu: „Hosianna dem Sohn Davids“. Sie erwarteten, dass er sich zum König ausrufen lässt. Denn sie sahen in ihm den Mann, der die Herrschaft der Römer beendet und für alle Menschen dauerhaft Frieden schafft.

Ebenso steht Jesus auch für ROT - die Farbe der Liebe. Denn er hat immer wieder gepredigt, dass wir Menschen liebevoll und freundlich miteinander umgehen sollen.

Die wichtigste Farbe für Jesus ist WEISS – Weiß steht für das Licht am Ostermorgen. In der Physik ist WEISS die Summe aller Farben. Das Weiß enthält auch das GELB der Wärme. Im Vertrauen auf Jesu Hilfe tragen auch heute viele Christen zwischenmenschlich Wärme weiter und tun ihren Mitmenschen Gutes und unterstützen sie, wo sie können. Es enthält auch das GRÜN der Hoffnung. Denn die Botschaft von der Auferstehung erinnert uns daran, dass es in dieser Welt mehr gibt, als für uns sichtbar ist und uns Menschen möglich scheint. Oft wendet sich mehr zum Guten als wir denken. Ebenso enthält es das BLAU des Königs. Jesus hat nach der Auferstehung gesagt: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“. Doch seine Herrschaft sieht anders aus als die eines normalen Königs. Vielmehr können wir in unserem Leben immer wieder die Spuren seines Wirkens entdecken. Wir müssen nur genau hinsehen.